Suche starten
Menü schließen Menü öffnen

Schüler begeistert von Slowenien

Aljazs Tagebuch

Aljaz war ein an Gastfreundschaft und Freundlichkeit nicht zu übertreffender slowenischer Gastgeber. Zwei Gäste aus Lauterhofen stellen sich vor, was sich Aljaz während der Woche gedacht haben muss und fingieren sein Tagebuch. Hier in Auszügen:

 Sonntag:

Sehnsüchtig habe ich auf die beiden Kartoffeln gewartet. Als meine Lehrerin mich kontaktierte, dass sie um 18:00 ankommen, freute ich mich immer mehr. Ich und mein Vater begaben uns zu unserem fetten Benz und machten uns auf den Weg nach Maribor. Bei unserer Ankunft bemerkten wir, dass wir am falschen Treffpunkt waren. Der vereinbarte Treffpunkt war die alte Lok und wir standen am Bahnhof. Kann ja mal passieren! Nach 10 Minuten Umweg sah ich die beiden das erste Mal. Mich traf der Schlag: beide einen Kopf größer als ich und beide 16. Der eine namens Jonas fing gleich mit einem perfekten Englisch an, dies fand ich sehr gut, da mir Englisch mehr gefällt als Deutsch. Ich wartete bis der andere namens Michi auch mit Englisch anfing, doch dann bemerkte ich, dass dieser kein Wort Englisch sprach, also einigten wir uns auf die Sprache Deutsch.

Wir fuhren nachhause und meine Oma hat schon gut für sie gekocht. Schweinebraten gab es, der den beiden sichtlich mundete. Nach kurzem Kennenlernen mit der Familie gingen sie dann auch schon zu Bett.

Montag:

Um 6:00 begann der neue Tag mit Spiegelei zum Frühstück. Die deutschen Verfressenen spachtelten 4 Eier weg. Auf dem Weg zur Schule war ihnen die Busfahrerin nicht geheuer, da sie mit gefühlten 100 km/h auf Betonwegen fuhr. Nach guter Ankunft lernten sie ein paar Wörter Slowenisch. Dort stellte sich schnell heraus, dass die Pfeifen nicht in der Lage waren, einfache Wörter richtig auszusprechen. Nach diesem Fiasko stellten wir ihnen die Schule vor, doch Jonas interessierte sich nur für die Mädchen.

Zum Mittagessen in der Schule gab es Wiener Schnitzel und danach schauten wir ein Schloss an. Als wir dann zuhause waren, aßen wir dann erneut „Wiener Schnitzel.“ Ich zeigte ihnen stolz unseren kleinen Selbstversorgerhof, doch was ich nicht wusste, war, dass die beiden Oberpfälzer auch einen Hof zuhause hatten und nicht so sehr beeindruckt waren.

Dienstag:

Wir standen wieder gemeinsam um 6:00 auf und fuhren nach dem Frühstück wieder in die Schule. Von dort aus wollten wir den Deutschen mal unser schönes Land mit den schlechten Straßen zeigen. Wir fuhren zu einem bekannten Museum namens Vulkanija, wo uns gezeigt wurde, was in einem Vulkan so alles abläuft. Danach ging es weiter mit dem Mästen. Der Bus brachteuns zum Expano, wo wir als erstes ein Museum besuchten, mit dem Jonas und Michael nichts anfangen konnten und danach schon wieder Schnitzel gegessen haben. Daraufhin fuhren wir nachhause und verbrachten den restlichen Tag mit meinem kleinen Bruder und meinem Moped.

Mittwoch:

Nach dem Frühstück fuhren wir in die Schule, wo wir den ganzen Tag verbracht haben. Unsere Aufgabe war eine Mannequin Challenge, wo jeder eine Figur machte und beim Filmen dastehen musste wie ein Klotz. Nach der Challenge hatten wir mit unserem Kunstlehrer Kunst, wo wir seltsame Figuren aus nur einer Linie zeichnen mussten. Michi und Jonas rafften die Logik dieses Kunstwerkes nicht und lachten die ganze Zeit, bis Jonas ein Schimpfwort rausrutschte und mein Lehrer es verstand. Doch er lachte nur und sagte, er kann auch Deutsch. Nach diesem erlebnisreichen Tag spielten wir zuhause nur noch ein bisschen GTA und gingen danach ins Bett.

Donnerstag:

Der Tag begann stressig. Schon um 7:00 Uhr mussten wir in der Schule sein, da wir zu dem berühmten Bled und in die Hauptstadt Ljubljana gefahren sind. Die Busfahrt war sehr lang, doch Jonas und Michi waren es ja gewohnt lange zu reisen. Am Ziel angekommen, konnten wir uns eine Stunde den See anschauen. Nach dieser Stunde sollten wir bei dem vereinbarten Treffpunkt sein und gingen dann geschlossen zum Bus. Beim Bus angekommen bemerkte ich, dass die deutschen Lehrer nicht da waren, doch Jonas und Michi ist das scheinbar gar nicht aufgefallen. Nach kurzer Wartezeit waren sie dann doch beim Bus und wir konnten los zur Hauptstadt. Dort hatten wir Freigang und ich zeigte Jonas und Michi, wo der Müller war, denn sie wollten meinem Bruder ein Geschenk kaufen. Jonas nutzte die Chance und kaufte einen riesigen Stoffhund für seine Schwester. Nach 1 Stunde im Müller und 30 € ärmer gingen wir dann zum Bus und fuhren zum Essen. Das haben die beiden Deutschen ja die ganze Woche noch nicht gemacht.

Freitag:

In der Früh frisch gestärkt marschierten wir 6 km zum Haus mit dem Strohdach. Jonas und Michi waren erstaunt, denn der Garten bestand ihrer Meinung nach aus Müll. Nach langem Fußmarsch zurück in der Schule erwartete uns der Busfahrer vom Vortag, der laut Michi und Jonas mit der Kupplung nicht umgehen konnte. Wir machten uns auf den Weg nach Maribor in die nächste Stadt, wo wir mit einer Seilbahn einen Berg hinauffuhren und eine Schneeballschlacht gemacht haben.

Nach der Schneeballschlacht fuhren wir in die Stadt und gingen in den Europark. Dort zeigte ich meinen Gästen die Go-Kart Bahn, die wir dann auch gefahren sind. Ich wollte ihnen eigentlich zeigen, wie man richtig fährt, doch Michi war zum Schluss erster und Jonas zweiter. Nach all den Ereignissen machten wir uns auf den Heimweg und gingen zeitig ins Bett.

Samstag:

Am Morgen frühstückten wir zum letzten Mal und der Abschied fiel schwer. Wir brachten die beiden wieder nach Maribor und sie machten sich wieder auf den Weg nach Deutschland.

 

Eine Woche in Slowenien

Wir sind am Sonntag in der Früh vom Hauptbahnhof in Neumarkt losgefahren. Es war eine sehr lange Zeit im Zug, die sehr witzig und mit vielen Umstiegen war. Irgendwann kamen wir dann auch in Slowenien an und wurden dann auch von den Gasteltern abgeholt. Dann konnten wir mit der Familie noch was unternehmen. Wir sind aber schon sehr früh ins Bett gegangen.

Am nächsten Tag sind wir mit dem Auto zur Schule gefahren worden. Als wir in der Schule waren, wurden wir erstmal einander vorgestellt und uns wurde die Schule gezeigt. Dann gab es Sprachunterricht in Slowenisch. Und darauf folgte eine sehr schöne Willkommensshow. Danach gab es erstmal Mittagessen.

Dann sind wir durch Negova spaziert, das ist das Dorf, in dem die Schule steht, und haben uns auch die dort stehende Burg angeschaut, die sehr groß war. Leider war es auch schon vorbei und wir wurden abgeholt und hatten ab 14.40 Uhr Freizeit.

Am Dienstag sind wir wieder mit Auto/Bus in die Schule gefahren. Und das große Highlight für den Tag war Vulkanija. Das ist ein Museum über verschiedene Vulkane und deren Entstehung. Um 14.40 war es dann aus.

Am Mittwoch waren wir in der Schule und haben eine „Manique-Challenge“(Die Darsteller im Film dürfen sich bei den Dreharbeiten nicht bewegen und sind in einer Position eingefroren!) gemacht. Dann war Essen und eine Show mit slowenischen Tänzen, bei der auch die Gasteltern dabei waren. Dann war um 17.30 Uhr aus.

Am Donnerstag fuhren wir nach Bled. Dort war ein wunderschöner See mit einer Burg. Und wir hatten Freizeit. Dann hatten wir Mittagessen in Bled, bei dem vor allem der Wirt sehr freundlich war. Danach sind wir in die Hauptstadt Ljubljana und durften dort ´Shoppen´ gehen. Am Abend sind wir dann in ein weiteres Wirtshaus und haben dort gegessen.

Am Freitag sind wir auf eine Indianer-Farm, die wirklich sehr Interessant war und sind zurück zur Schule gewandert. Dann hatten wir Essen in der Schule und sind danach nach Maribor zur Stadtbesichtigung und in ein Shoppingcenter gefahren. Dort hatten wir Freizeit, in der wir dann Go-Kart gefahren sind.

Als letztes waren wir Essen und nach vielen Tränen und vielen Umarmungen sind wir wieder zur Gastfamilie zurück.

Am Samstag ging es wieder zurück. Und eins muss man sagen: Slowenien ist wunderschön.

Written by: Christina Mederer und Sedra Dyab

 

 

Erasmus+

Europäischer Wind weht durch Lauterhofen

Ausländische Schüler sind in Lauterhofen zu Gast. Demokratische Bildung und Toleranz stehen eine Woche lang im Blickpunkt.

Von Philipp Breu, MZ, 6. Mai 2019

„Der Brexit ist derzeit ständig in den Schlagzeilen. Die Vor- und Nachteile Europas werden kontrovers diskutiert. Dennoch wollen wir mit unserem Projekt keine Politik machen. Ziel ist es, Europa ein Stück näher zusammenzurücken“, erklärte Bernhard Dürr, Schulleiter der Grundschule und Mittelschule in seiner Eröffnungsrede anlässlich des Erasmus-Projektes an der Grundschule und Mittelschule Lauterhofen. 16 Schülerinnen und Schüler aus Slowenien, Polen, Griechenland und der Türkei haben zusammen mit zwölf Lehrkräften den weiten Weg nach Lauterhofen auf sich genommen, um in sieben Tagen die deutsche Sprache, Kultur und auch ein Stück weit bayerische Traditionen kennenzulernen. Untergebracht wurden die Schüler in dieser Zeit bei den am Projekt beteiligten Gastfamilien.

Möglich gemacht wurde dies durch das seit 2017 laufende Erasmus-Programm, an dem sich Lauterhofen und die vier ausländischen Partnerschulen unter dem Motto „Take chances, keep your balance, move on“ (auf Deutsch: „Nutze deine Chancen, behalte deine Balance, mach weiter“) beteiligen.

Abwechslungsreiches Programm

Im Laufe der Besuchswoche versuchten die Lehrkräfte und Schüler aus Lauterhofen durch verschiedene Ausflüge und Aktionen den Gästen ihre Heimat näherzubringen. Eine Wanderung in die Tropfsteinhöhle bei Velburg oder der Besuch des Reichsparteitaggeländes in Nürnberg stand ebenso auf der Liste wie eine Fahrt zum Kloster Weltenburg oder ein Städtetrip durch Regensburg. Brettspiele, eine Golfstunde, ein bayerischer Abend und das Sport-und Spielefest komplettierten das straffe Programm, ehe die Gastschüler am Samstag zurück in ihre Heimat reisten.

In der Turnhalle wurden die ausländischen Schüler mit einem abwechslungsreichen Programm begrüßt. Schüler von der ersten bis zur sechsten Klasse hatten im Vorfeld wochenlang mit ihren Lehrern geprobt, um Tänze und verschiedene musikalische Darbietungen zu präsentieren.

In der prall gefüllten Turnhalle, die mit den Fahnen der jeweiligen Partnerländer und der Europaflagge geschmückt war, machte die Arbeitsgruppe Trommeln den Auftakt. Unter der Leitung von Tina Muckley heizten vier Schülerinnen dem Publikum mit rhythmischen Melodien auf westafrikanischen Bechertrommeln, Djembé genannt, ein. Im Anschluss gab die Bläserklasse, die von Stefan Neger dirigiert wurde, die Europahymne zum Besten. Mit mehreren Tanzeinlagen in bayerischer Tracht und Lieder in Mundart brachten die Kinder daraufhin ein Stück bayerische Kultur in die Halle.

Projekte gemeinsam umgesetzt

„Es ist erneut ein freudiger Anlass, der uns heute hier in der Turnhalle zusammenführt“, stellte Dürr bei seiner Begrüßung fest. Auch Bürgermeister Ludwig Lang und Schulamtsdirektor Franz Hübl freuten sich über den Besuch und hießen die Gäste an der Schule in Lauterhofen herzlich willkommen. Sie würdigten die Erasmus+-Projekte und freuten sich, dass die Mittelschule Lauterhofen sich in diesem Bereich schon seit vielen Jahren engagiert. Seit Oktober 2017 steht die Schule in engem Kontakt mit den vier ausländischen Partnerschulen. In dieser Zeit haben bereits unterschiedlichste Treffen in den Teilnehmerländern stattgefunden, bei denen Projekte wie ein gemeinsamer Tanz, eine Theateraufführung, Outdoor-Aktivitäten und die Entwicklung eines gemeinsamen europäischen Brettspiels umgesetzt wurden. „Mit Erasmus haben wir Brücken gebaut, zwischen unseren Nationen, zwischen unseren Bildungssystemen, vor allem aber zwischen Menschen. Wir haben mit Erasmus Grenzen überwunden und einen wesentlichen Beitrag zur europäischen Integration sowie zur Entwicklung einer europäischen Identität geleistet“, lobte Dürr.

Er hoffe, dass in den nächsten Tagen ein Gefühl von europäischem Zusammenhalt spürbar werde. „Ich wünsche mir, dass durch unser Projekt in der nächsten Woche europäischer Wind durch die Straßen und Gassen in Lauterhofen und Pilsach sowie mancher Dörfer im Umland weht, und dass sich ein Gefühl von „Wir sind Europa“ ausbreitet.“ Der Wunsch des Schulleiters ging in Erfüllung, was man nicht zuletzt daran merkte, dass beim Abschied zahlreiche Tränen flossen und die Schüler die Besuchswoche, die von den Projektkoordinatoren Marion Weininger und Alexander Adler bestens vorbereitet worden war, gerne noch etwas verlängert hätten. Mit vielen positiven Begegnungen und zahlreichen neuen Erfahrungen im Gepäck traten unsere Gäste die Heimreise an.

 

Unsere Auftraktveranstaltung zum Projekt

Take chances! Keep your balance! Move on!

Erasmus+

This project has been founded with the support from the European Commission. This publication reflects
the views of the author and the Commission cannot be held responsible for any use which may
be made of the information contained therein.

 

Link zu unserer Comenius-Homepage:

Link to our common project homepage:

 

Links zu den teilehmenden Schulen:

Links to participating schools:

Poland

Slovenia

Greece

Turkey

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken