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Erasmus+

Europäischer Wind weht durch Lauterhofen

Ausländische Schüler sind in Lauterhofen zu Gast. Demokratische Bildung und Toleranz stehen eine Woche lang im Blickpunkt.

Von Philipp Breu, MZ, 6. Mai 2019

„Der Brexit ist derzeit ständig in den Schlagzeilen. Die Vor- und Nachteile Europas werden kontrovers diskutiert. Dennoch wollen wir mit unserem Projekt keine Politik machen. Ziel ist es, Europa ein Stück näher zusammenzurücken“, erklärte Bernhard Dürr, Schulleiter der Grundschule und Mittelschule in seiner Eröffnungsrede anlässlich des Erasmus-Projektes an der Grundschule und Mittelschule Lauterhofen. 16 Schülerinnen und Schüler aus Slowenien, Polen, Griechenland und der Türkei haben zusammen mit zwölf Lehrkräften den weiten Weg nach Lauterhofen auf sich genommen, um in sieben Tagen die deutsche Sprache, Kultur und auch ein Stück weit bayerische Traditionen kennenzulernen. Untergebracht wurden die Schüler in dieser Zeit bei den am Projekt beteiligten Gastfamilien.

Möglich gemacht wurde dies durch das seit 2017 laufende Erasmus-Programm, an dem sich Lauterhofen und die vier ausländischen Partnerschulen unter dem Motto „Take chances, keep your balance, move on“ (auf Deutsch: „Nutze deine Chancen, behalte deine Balance, mach weiter“) beteiligen.

Abwechslungsreiches Programm

Im Laufe der Besuchswoche versuchten die Lehrkräfte und Schüler aus Lauterhofen durch verschiedene Ausflüge und Aktionen den Gästen ihre Heimat näherzubringen. Eine Wanderung in die Tropfsteinhöhle bei Velburg oder der Besuch des Reichsparteitaggeländes in Nürnberg stand ebenso auf der Liste wie eine Fahrt zum Kloster Weltenburg oder ein Städtetrip durch Regensburg. Brettspiele, eine Golfstunde, ein bayerischer Abend und das Sport-und Spielefest komplettierten das straffe Programm, ehe die Gastschüler am Samstag zurück in ihre Heimat reisten.

In der Turnhalle wurden die ausländischen Schüler mit einem abwechslungsreichen Programm begrüßt. Schüler von der ersten bis zur sechsten Klasse hatten im Vorfeld wochenlang mit ihren Lehrern geprobt, um Tänze und verschiedene musikalische Darbietungen zu präsentieren.

In der prall gefüllten Turnhalle, die mit den Fahnen der jeweiligen Partnerländer und der Europaflagge geschmückt war, machte die Arbeitsgruppe Trommeln den Auftakt. Unter der Leitung von Tina Muckley heizten vier Schülerinnen dem Publikum mit rhythmischen Melodien auf westafrikanischen Bechertrommeln, Djembé genannt, ein. Im Anschluss gab die Bläserklasse, die von Stefan Neger dirigiert wurde, die Europahymne zum Besten. Mit mehreren Tanzeinlagen in bayerischer Tracht und Lieder in Mundart brachten die Kinder daraufhin ein Stück bayerische Kultur in die Halle.

Projekte gemeinsam umgesetzt

„Es ist erneut ein freudiger Anlass, der uns heute hier in der Turnhalle zusammenführt“, stellte Dürr bei seiner Begrüßung fest. Auch Bürgermeister Ludwig Lang und Schulamtsdirektor Franz Hübl freuten sich über den Besuch und hießen die Gäste an der Schule in Lauterhofen herzlich willkommen. Sie würdigten die Erasmus+-Projekte und freuten sich, dass die Mittelschule Lauterhofen sich in diesem Bereich schon seit vielen Jahren engagiert. Seit Oktober 2017 steht die Schule in engem Kontakt mit den vier ausländischen Partnerschulen. In dieser Zeit haben bereits unterschiedlichste Treffen in den Teilnehmerländern stattgefunden, bei denen Projekte wie ein gemeinsamer Tanz, eine Theateraufführung, Outdoor-Aktivitäten und die Entwicklung eines gemeinsamen europäischen Brettspiels umgesetzt wurden. „Mit Erasmus haben wir Brücken gebaut, zwischen unseren Nationen, zwischen unseren Bildungssystemen, vor allem aber zwischen Menschen. Wir haben mit Erasmus Grenzen überwunden und einen wesentlichen Beitrag zur europäischen Integration sowie zur Entwicklung einer europäischen Identität geleistet“, lobte Dürr.

Er hoffe, dass in den nächsten Tagen ein Gefühl von europäischem Zusammenhalt spürbar werde. „Ich wünsche mir, dass durch unser Projekt in der nächsten Woche europäischer Wind durch die Straßen und Gassen in Lauterhofen und Pilsach sowie mancher Dörfer im Umland weht, und dass sich ein Gefühl von „Wir sind Europa“ ausbreitet.“ Der Wunsch des Schulleiters ging in Erfüllung, was man nicht zuletzt daran merkte, dass beim Abschied zahlreiche Tränen flossen und die Schüler die Besuchswoche, die von den Projektkoordinatoren Marion Weininger und Alexander Adler bestens vorbereitet worden war, gerne noch etwas verlängert hätten. Mit vielen positiven Begegnungen und zahlreichen neuen Erfahrungen im Gepäck traten unsere Gäste die Heimreise an.

 

Unsere Auftraktveranstaltung zum Projekt

Take chances! Keep your balance! Move on!

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This project has been founded with the support from the European Commission. This publication reflects
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Links zu den teilehmenden Schulen:

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Greece

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